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 © Maik Gleitsmann 2021

Nach der deutschen Wiedervereinigung stand die Landeshauptstadt Schwerin wie alle ostdeutschen Städte vor riesigen Herausforderungen: marode Altbausubstanz, vernachlässigte Infrastrukturen und Funktionsmängel in der Innenstadt. Nur durch die Städtebauförderung von Bund, Ländern und Gemeinden konnten diese Aufgaben gelöst werden.

Wie die meisten Städte der ehemaligen DDR hat Schwerin in den vergangenen 30 Jahren eine beispiellose Transformation erlebt. Ein guter Zeitpunkt, um noch einmal zurückzuschauen und mit Menschen zu sprechen die diese Entwicklung begleitet und gestaltet haben. Entstanden ist daraus eine Reihe von 13 kurzen Dokumentationen, in denen Stadtplaner*innen, Architekten*innen, Denkmalschützer*innen, Bauherren*innen, Historiker*innen und natürlich Nutzer*innen zu Wort kommen.

Seit dem 4. Februar wird jeden Freitag ein neuer Film veröffentlicht.

Verfolgen Sie Woche für Woche die Rückschau auf 30 Jahre Stadterneuerung in Schwerin sowie zusätzlichen Fotos und Informationen auf Youtube.

30 Jahre Stadterneuerung

Folge 01 | Zwischen Flächenabriss und Weltkulturerbe
 © Maik Gleitsmann

Die vielen Besucher die heute staunend durch Schwerin schlendern, können sich nicht vorstellen, wie desolat die Innenstadt noch vor 30 Jahren ausgesehen hat. Anders als viele andere deutsche Städte blieb Schwerin zwar von großen Kriegsschäden weitestgehend verschont. Auch die dann folgenden 40 sozialistischen Jahre überstand die Bezirksstadt ohne große unwiderrufliche Zerstörungen. Allerdings waren die historischen Viertel der Innenstadt durch die Mangelwirtschaft vom völligen Verfall bedroht.

Nach der Wiedervereinigung im Oktober 1990 waren die großen Fragen: Wie saniert man eine ganze Stadt? Wo fängt man an?

Die erste Folge der 13-teiligen Dokureihe spannt den Bogen vom Flächenabriss historischer Bausubstanz in den 1970er Jahren, über die Schelfstadtinitiative 1989, den Beginn der Sanierung Anfang der 90er Jahre bis zur möglichen Eintragung des Schweriner Residenzensembles als Weltkulturerbe der UNESCO im Jahr 2024. Viele Köpfe der ersten Stunde erinnern sich und geben in Interviews Ein- und Ausblicke in die Stadterneuerung der Landeshauptstadt Schwerin.

Folge 01 | Zwischen Flächenabriss
und Weltkulturerbe
Folge 02 | Ein Forum für die Kultur - das Schleswig-Holstein-Haus
 © Maik Gleitsmann

In der zweiten Folge unserer Filmserie zur Stadterneuerung erzählen wir die Geschichte, wie die Landeshauptstadt Schwerin zu ihrem Kulturforum Schleswig-Holstein-Haus gekommen ist.
Viele kennen das Schleswig-Holstein-Haus in der Schweriner Schelfstadt von Ausstellungen, Lesungen oder Konzerten, aber nur die wenigsten Besucher wissen, warum es eigentlich Schleswig-Holstein-Haus heißt. Ende 1989 bot der damalige schleswig-holsteinische Ministerpräsident Björn Engholm in einem Zeitungsinterview an, die Sanierung ausgewählter denkmalgeschützte Objekte in der DDR zu unterstützen. Eines davon wurde dann das stark bedrohte barocke Adelspalais derer von Halbertstadt in der Schelfstadt. Klar war von Anfang an, dass in das Haus eine kulturelle Nutzung einziehen sollte, so hat sich seit der Eröffnung des Hauses 1995 immer alles um Kultur gedreht. Aus dem ursprünglichen Arbeitstitel der Planer wurde ganz offiziell das Kulturforum Schleswig-Holstein-Haus.

Folge 02 | Ein Forum für die Kultur
- das Schleswig-Holstein-Haus
Folge 03 | Von der Knabenschule zur Regionalschule Erich Weinert
 © Maik Gleitsmann

Die denkmalgeschützte Regionalschule Erich Weinert wurde 2021 nach drei Jahren Bauzeit an die Schüler und Lehrer übergeben. Das Gebäude ist schon 110 Jahre alt, trotzdem ist die Schule heute eine der modernsten in ganz Mecklenburg-Vorpommern.

Die Dimensionen des Gebäudes sind riesig wie auch die Ansprüche an eine moderne Schule. Dann gab es auch noch die begründeten Ansprüche des Brandschutzes und auch der Denkmalschutz musste bei der Modernisierung berücksichtigt werden. All das zusammenzubringen war keine leichte Aufgabe für die Architekten. Das Ergebnis kann sich aber absolut sehen lassen. Nicht alle Neuerungen, wie der moderne Mensaanbau oder das grüne Klassenzimmer fallen sofort ins Auge. Andere wichtige Neuerungen bemerkt man erst, wenn man das viergeschossige Schulgebäude betritt, wie beispielsweise das moderne Akustikkonzept oder die CO2-gesteuerte Lüftungsanlagen die kontinuierlich überall für frische Luft sorgt. Mit dem Umbau des Gebäudes erhielt die Schule auch eine moderne Ausstattung für sämtliche Klassenräume und Fachkabinette. Digitales Arbeiten ist im ganzen Haus nun selbstverständlich.

Folge 03 | Von der Knabenschule
zur Regionalschule Erich Weinert
Folge 04 | Historischer Vereinsaal mit moderner Fassade - der Wichernsaal
 © Maik Gleitsmann

Entstanden ist der, versteckt auf dem Innenhof der Diakonie gelegene, Fachwerkbau in den 1890er Jahren als Anbau am damaligen Vereinshaus in der Apothekerstraße. Ein Jahrhundert lang wurde der Saal dann als Versammlungs- und Veranstaltungsort intensiv genutzt. Nach der Wende fiel der mittlerweile baufällige gewordene Saal in einen tiefen Dornröschenschlaf.

Die Idee den Saal zu modernisieren und wieder zu nutzen, wurde aber nie ganz aufgegeben. 2013 wurden die Pläne für den Wichernsaal dann konkreter. Durch viele Gespräche wurde klar, dass für die denkmalgerechte Sanierung des Saales auch Fördermittel eingesetzt werden können. Das gab der Diakonie den entscheidenden Impuls das Projekt anzugehen. Im Dezember 2020 wurde der modernisierte Saal von den beteiligten Baufirmen und Planern seiner alten und zugleich neuen Nutzung übergeben.

Folge 04 | Historischer Vereinsaal mit
moderner Fassade - der Wichernsaal
Folge 05 | Modernes Wohnen am alten Binnenhafen - die Wohngebiete am Ziegelsee
 © Maik Gleitsmann

Erst im 19. Jahrhundert wurden die Schweriner Seen an das deutsche Wasserstraßennetz angeschlossen und Schwerin wurde zur Hafenstadt. Ab 1973 wurde der Hafen dann aber nicht mehr für den Güterumschlag genutzt. Schon Anfang 1991 beschlossen die Schweriner Stadtverordneten, dass das gesamte ehemalige Hafengelände zu einem Wohnstadtort entwickelt werden soll. Das Gebiet am Ziegelsee ist mit einer Fläche von rund 55 Hektar ziemlich groß, so waren Entwicklungen nicht immer gleich zu erkennen.

Die 2014 fertiggestellte Hafenpromenade bildet heute das Kernstück an Schwerins „Außenalster“. Heute kann man den Ziegelinnensee radelnd, joggend oder spazierend umrunden. Nur noch ganz wenige Lücken gibt es in der Bebauung, die auch bald geschlossen sein werden.

Folge 05 | Modernes Wohnen am alten Binnenhafen
- die Wohngebiete am Ziegelsee
Folge 06 | Das barocke Herz der Schelfstadt – der Schelfmarkt

Der städtebauliche Mittelpunkt der Neustadt war und ist die Schelfkirche mit dem Kirchplatz und dem sich angrenzenden rechteckigen Schelfmarkt. Am wichtigsten Platz der Neustadt entstanden im 18. Jahrhundert einige der repräsentativsten Barockbauten. Die beiden herausragenden Häuser am Schelfmarkt 1 und am Schelfmarkt 2 blieben trotz teilweiser widriger Umstände bis in unserer Zeit erhalten und können jedes für sich eine spannende und wechselvolle Geschichte berichten.

Die Schelfstadt hat sich von einem heruntergekommenen vom Abriss bedrohten Stadtteil, zu dem wohl beliebtesten historischen Wohnviertel Schwerins entwickelt. Manche vergleichen die Schweriner Schelfstadt heute mit dem Prenzlauer Berg in Berlin oder der Dresdner Neustadt.

Folge 06 | Das barocke Herzder Schelfstadt – der Schelfmarkt
Folge 07 | Klimafreundliches Wohnen im alten Abwasserwerk - Bornhövedstraße 71
 © Maik Gleitsmann

Täglich bleiben Menschen vor dem Haus mit dem bunten Steinsockel und der markanten Holzfassade interessiert stehen. Oft sind sie verwundert, wenn sie im Gespräch erfahren, dass dies kein Neubau ist. Nur wenige Alteingesessene erkennen in dem modernen Gebäude, das ehemalige Verwaltungsgebäude der Schweriner Abwasserentsorgung.

 Viele Details wie die Holzfassaden, die bunten Klinkersteine oder die leuchtend orange Briefkastenanlage machen das Haus zu einem besonderen Hingucker. Besonders sind aber auch die Dinge, die einem von außen nicht sofort ins Auge fallen. Alle Wohnungen in dem Mehrgenerationenhaus sind dank großer Fensterfronten sehr hell, haben moderne offene Grundrisse und sind komplett barrierefrei. Die größte Besonderheit ist aber der Einsatz ökologischer und klimafreundlicher Baustoffe und -verfahren bei der Modernisierung. Das eigene Projekt diente den Architekten rutsch+rutsch dabei als Modellvorhaben und erfolgreicher Beweis, wie ökologisches und nachhaltiges Bauen mit Holz funktioniert.

Folge 07 | Klimafreundliches Wohnen
im alten Abwasserwerk - Bornhövedstraße 71
Folge 08 | Lebendiger Mittelpunkt der Stadtgeschichte - der Altstädtische Markt
 © Maik Gleitsmann

Für die Neugestaltung des Platzes nach der Wende orientierten sich die Planer am historischen Vorbild. Man entschied sich aber dazu mit einer Doppelreihe Kastenlinden auf der Südseite neue Akzente zu setzen. Neu ist auch das dem Stadtgründer Heinrich dem Löwen gewidmete Denkmal vor dem Säulengebäude. Nachdem für viele Jahre auf dem Markt nicht sehr viel los war, hat er mittlerweile seine historische Funktion als zentraler Platz für den Warenaustausch zurückgewonnen. Regelmäßig ist hier der Wochenmarkt mit frischen Lebensmitteln. Ergänzt durch viele zusätzliche Veranstaltungen wie den Töpfermarkt, das Oldtimertreffen oder den Weihnachtsmarkt.

Der ganze Querschnitt der Stadtgeschichte vom Mittelalter über das Barock und den Klassizismus bis in die DDR-Zeit lässt sich hier ablesen. Dabei ist der Altstädtische Markt mit den angrenzenden Bereichen kein steinernes Denkmal, sondern der lebendige Mittelpunkt der Landeshauptstadt Schwerin.

Folge 08 | Lebendiger Mittelpunkt
der Stadtgeschichte - der Altstädtische Markt
Folge 09 | Vom Mühlenteich zur Flanierrunde - der Pfaffenteich
 © Maik Gleitsmann

Vor der Stadtgründung war der heutige Pfaffenteich eine langestreckte Bucht des Ziegelsees. Durch den Spieltordamm wird diese Bucht dann abgetrennt, zum einen um dort mit dem Fließwasser des Aubaches Mühlen zu betreiben und zum anderen um einen neuen Fließgraben zu schaffen, der der Verteidigung der Stadt diente. Seinen Namen erhielt der Teich schon früh in der Stadtgeschichte. Die Domherren, also die Pfaffen, hatte dort Ihre Gärten. Über viele Jahrhunderte blieb der Pfaffenteich, der außerhalb der Stadtmauer lag, weitestgehend unbebaut. Erst im 19. Jahrhundert rückte der kleine See ins Zentrum der sich erweiternden Stadt.

Anfang der 1990 Jahre begannen die Planungen für die Neugestaltung des Pfaffenteiches. Die Grundidee der Stadterneuerung, die Stadt dichter ans Wasser zu bringen, galt es dann als erstes für die Sanierung und Neugestaltung am Pfaffenteich umzusetzen. Seit den 1960er Jahren war der Zugang zum Wasser am Südufer durch einen Zaun versperrt. Dort entstand die Pfaffenteichtreppe, die über Stufen bis hinein ins Wasser führt. Was sich die Planer dort vor mehr als 25 Jahren überlegt haben funktioniert bis heute bestens.

Folge 09 | Vom Mühlenteich
zur Flanierrunde - der Pfaffenteich
Folge 10 | Ein Verkehrsachse im Wandel - die Werderstraße
 © Maik Gleitsmann

Die Werderstraße führt direkt vom Schweriner Schloss über den Paulsdamm ostwärts weiter nach Güstrow, Rostock und Stralsund. Seit ihrer Entstehung ist sie eine der wichtigsten Verkehrsachsen der Landeshauptstadt, aber auch eine Straße in städtebaulicher Veränderung. Entstanden ist sie in drei Bauabschnitten zwischen 1830 und 1910. Damit ist sie unter stadtgeschichtlichen Gesichtspunkten relativ jung.

Nachdem viele drängende Aufgaben der Stadterneuerung abgeschlossen waren, war es 2008 an der Zeit auch in der Werderstraße Impulse zu setzen. Die Straße wurde neu gestaltet und viele private Häuser modernisiert. Das wohl bedeutendste Gebäude am nördlichen Ende der Werderstraße ist die ehemalige Werderklinik, die von 2012 bis 2014 zum VR-Bank Haus umgebaut wurde.

Folge 10 | Ein Verkehrsachse
im Wandel - die Werderstraße
Folge 11 | Geschütztes Spielen in der Innenstadt - der Spielplatz Lindenstraße
 © Maik Gleitsmann

Spielplätze sollen heute geschützte, ruhige und sichere Orte sein. Dafür eigenen sich in den Altstadtvierteln die von den Straßen abgeschirmten Hinterhöfe am besten. Vor der Wende wurden diese aber oft gewerblich für Werkstätten oder Lager genutzt. Direkt neben der Schelfkirche finde sich ein typisches Beispiel dafür. Dort war auf einem großen Innenhof für lange Zeit der Installationsbetrieb HESADA. Zum Beginn der Stadterneuerung Anfang der 1990er Jahre war den Planern ziemlich schnell klar, dass das kein wirklich geeigneter Gewerbestandort ist, dafür aber ein perfekter Ort für einen Spielplatz.

Was auf der Fläche nun entstehen sollte, wollte die Stadtverwaltung nicht einfach festlegen. Es sollte nach der besten Lösung gesucht werden. Dafür wurden die Anwohner eingeladen ihre Wünsche und Anregungen für die Planung mit einzubringen. Der fertige Spielplatz wurde dann am 3. Mai 2005 eröffnet und ist seitdem ein wichtiger Anlaufpunkt im Zentrum der Schelfstadt für Kinder und ihre Eltern.

Folge 11 | Geschütztes Spielen in der Innenstadt
- der Spielplatz Lindenstraße
Folge 12 | Neues Leben im alten Industriedenkmal - KIW Vorwärts
 © b2Medien

Das Kraftfahrzeuginstandsetzungswerk Schwerin, besser bekannt als KIW Vorwärts, entstand in den 1960er Jahren. Dort wurden zur DDR-Zeiten vor allem Baugruppen von LKWs und auch ganze LKWs industriell überholt. Seit Mitte der 1990er Jahre ist das Gelände aber verwaist.

Für einen Teil des weitläufigen Industrieareals gibt es aber bald eine neue Nutzung. Im ehemaligen Eingangs- und Diagnosebereich mit dem fünfgeschossigen Verwaltungsgebäude wird ein Schaumagazin für moderne Kunst entstehen. Der Stadtverwaltung ist es gelungen eine Bundesförderung aus dem Programm „Nationale Projekte des Städtebaus“ in Höhe von 5 Millionen Euro für das Projekt einzuwerben. Die Idee geht zurück auf Frau Professor Kornelia von Berswordt-Wallrabe, die für ihre Sammlung zeitgenössischer Kunst nach einem Industrieobjekt in Schwerin gesucht hat. Als erste Schritt für die Umsetzung folgt jetzt ein Architektenwettbewerb. Entstehen soll das Schaumagazin dann bis Ende 2024.

 

Folge 12 | Neues Leben im alten
- Industriedenkmal - KIW Vorwärts
Folge 13 | Ein moderner Hort für die Schelfstadt - die Heine Kids
 © Maik Gleitsmann

Die Schülerzahlen an den Grundschulen in Schwerin entwickelten sich immer weiter nach oben. Auch in der Heinrich-Heine-Grundschule in der Schelfstadt. Dort war zuletzt der Hort direkt im Schulgebäude untergebracht. 2013 startete die Stadt Schwerin dann konkrete Vorbereitungen für einen neuen Hort für die Heinrich-Heine-Schule.

Die Stadt entschied sich für einen Neubau direkt gegenüber der Schule, auf der anderen Seite der Werderstraße. Das neue Gebäude sollte nicht einfach ein beliebiger nüchterner Zweckbau werden, sondern es sollte sich harmonisch in das städtebauliche Gesamtbild der Werderstraße einfügen. Das fertige Ergebnis kann sich sehen lassen. Auf fünf Etagen finden die bis zu 198 Hort-Kinder viel Raum für ihre persönliche Entfaltung. Dazu kommt noch ein eigener von der Straße abgewandter Außenbereich. Offene Hort-Arbeit bedeutet, dass die Kinder ihre Highlights am Nachmittag frei wählen und gestalten. Entweder selbstständig oder wenn gewünscht zusammen mit den Erwachsenen. Die besondere Gestaltung der Außenfassade mit hinterleuchteten Texten Heinrich Heines ist das i-Tüpfelchen an dem Neubau.

 

Folge 13 | Ein moderner Hort
für die Schelfstadt - die Heine Kids
Folge 14 | Familienfreundlich und modern – Neues Wohnen am Lankower See
 © Maik Gleitsmann

Unter dem Namen Neues Wohnen am Lankower See entwickelt sich seit 2017 auf einer zehn Hektar großen ehemaligen Brachfläche ein homogenes Wohnquartier mit einer eigenständigen Architektursprache, das mit seinem hohen Anspruch an gestalterische Qualitäten beispielhaft für Schwerins Baukultur ist.

Das Erscheinungsbild prägen kubische Baukörper ohne Dachüberstand, klar geschnittene Bauformen ohne Vor- oder Rücksprünge. Aus energetischer Sicht eine effiziente Bauform mit optimaler Raumnutzung. Einheitlich wird der regionaltypische norddeutsche Klinker als wertvolles und nachhaltiges Fassadenmaterial in roter bis hin zu schwarzer Färbung verwendet. Die 65 großzügig geschnitten Grundstücke sind fast vollständig bebaut. Vor allem viele junge Familien mit Kindern sind in das neue Wohnviertel gezogen. Im Eingangsbereich zum Quartier gibt es mehrgeschossige Gebäude mit Miet- und Eigentumswohnungen und ein Seniorenheim.

Die hohe stadtplanerische Qualität hat auch die Jury des Landesbaupreises 2022 überzeugt. Das Neue Wohnen am Lankower See gewann den Landesbaupreis in der Kategorie Stadtplanung: www.baukultur-mv.de/favoriten-landesbaupreis-m-v-2022

Folge 14 | Familienfreundlich und modern
– Neues Wohnen am Lankower See
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